Senat untersucht Trumps Verbindungen zu Russland | ZEIT ONLINE

Der Geheimdienstausschuss
des US-Senats hat eine gründliche Untersuchung des Verhältnisses
von Präsident Donald Trump und Russland angekündigt. Im Fokus
steht dabei der Präsidentschaftswahlkampf, wie der
Ausschussvorsitzende Richard Burr sagte. Der
Ausschuss wolle der Frage nachgehen, ob es irgendwelche Hinweise
für direkte Verbindungen gebe. Dazu sollen voraussichtlich ab
nächster Woche zunächst bis zu 20 Peronen angehört werden,
darunter Trumps Schwiegersohn und Berater Jared Kushner. Burr
sagte, der Ausschuss wolle auch auf Versuche Russlands
aufmerksam machen, die bevorstehenden Wahlen in Frankreich und
Deutschland zu beeinflussen.

US-Geheimdienste werfen Russland vor, sich in den
US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um Trumps
Siegeschancen gegen seine Rivalin Hillary Clinton zu erhöhen.
Auch Beziehungen zwischen Trump-Wahlkampfmitarbeitern und
Russland
werden geprüft. Trump hat die Vorwürfe für haltlos
erklärt, Russland weist sie zurück.

Der Republikaner Burr trat zusammen mit dem ranghöchsten
Demokraten des Ausschusses, Mark Warner, vor die Presse. Beide
beteuerten, eng zusammenzuarbeiten. Anders läuft es im
Repräsentantenhaus, dessen Geheimdienstausschuss sich ebenfalls
mit der Angelegenheit befasst. Der Vorsitzende Republikaner
Devin Nunes ist massiv in die Kritik geraten. Ihm wird seine
Nähe zu Trump vorgeworfen. Die Demokraten fordern, dass er sich
aus der Untersuchung zurückziehen soll. Viele Kongresspolitiker
beider Parteien stufen die
Untersuchung des Senats als die wichtigere ein.

Richard Burr war während des Wahlkampfs ein Sicherheitsberater
Trumps. Er betonte, er könne dennoch objektiv bleiben. Er habe
sich mit Trump nicht über den Umfang der Untersuchung des
Ausschusses abgesprochen.

Source : http://www.zeit.de/politik/ausland/2017-03/usa-senat-donald-trump-russland

Auteur : ZEIT ONLINE: Ausland –

Date de parution : 30 March 2017 | 2:46 am

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